Revierbericht BVI 2019

Mit einer kleinen Flottille waren wir über Ostern in den British Virgin Islands.

Nachfolgend ein Reisebericht mit den aktuellen Informationen (Stand 30.04.2019) zum Revier.

Wie bereits in den sozialen Netzwerken mehrfach berichtet ist der Wiederaufbau nach der Hurrikanesaison 2017 im vollen Gange, in vielen Regionen bereits abgeschlossen.
So lohnt sich ein Besuch in jedem Fall.

Die Taxifahrt (vorbestellt über unseren Partner Sunsail) kostet US$ 10,-/Person. Nach 30 Minuten holprigem Linksverkehr erreicht man die Sunsail/Moorings Marina‚ Wickham Cay II in Roadtown.

Der Marina sieht man die „Irma“ Zeit nicht mehr an. Alles ist aufgeräumt und in Funktion. Zwei Restaurants, ein Swimmingpool, Sanitärgebäude. Der Check-In verläuft schnell und unkompliziert. Der erforderliche Provianteinkauf wird in einem großen Supermarkt „Rite Way“ erledigt, der fussläufig erreichbar ist. Auf halben Weg befindet sich der Getränkeladen „Caribbean Cellars“ (https://shop.caribbeancellars.com), bei dem die Getränke günstiger sind, als im Supermarkt!  Es macht durchaus Sinn hier den Großteil der Verpflegung zu bunkern. Unterwegs sind die Preise deutlich höher.

In der beigefügten Routenbeschreibung/Karte haben wir die verfügbaren Supermärkte eingezeichnet.

Durchaus zu beachten ist das Thema Brot. Hier ist die Versorgung dünn. Wir haben einige Pakete Aufbackbrötchen und Dosenbrot mitgenommen. Achtung: Bei Flügen über die U.S.A. ist dies verboten!

Hier nun die angelaufenen Buchten mit aktuellen Informationen:

Insel Jost van Dyke; White Bay
Komplett aufgebaut, sogar große Palmen wurde aufgeforstet. Es ist von ‚Irma‘ nichts mehr zu erkennen. „Soggy Dollar“ mit dem berühmten Painkiller ist ein ‚must have‘. 6,-US$ sind angemessen.
Ankern über Nacht nur bei günstigem Wetter/Windrichtung zu empfehlen. Besser nach nebenan in die Bucht Gread Harbour verholen.

Insel Jost van Dyke; Gread Harbour
Viele Mooringtonnen (US$ 30,-/Nacht), die Kultkneipe „Foxy’s“ sowie zwei weitere Restaurants/Bars sind voll im Betrieb und täglich geöffnet.

Insel Tortola; Cane Garden Bay
In der nördlichen Einfahrt liegt nur noch eine grüne Fahrwassertonne. Keine roten! In der Bucht sind viele Mooringtonnen ausgelegt (US$ 30,-/Nacht). Im südlichen Bereich kann man auch gut Ankern. Ganz im Norden befindet sich eine Tankstelle, an dessen neuen Steg bequem zwei Yachten anlegen können. Diesel ist erhältlich, Trinkwasser wird derzeit noch per Tankwagen angeliefert.

Das Restaurant „Myetts“ hat nun eine Kooperation mit Pussers. Die Lage, der Blick in den Sonnenuntergang ist fantastisch. Fast jeden Abend Livemusik, eine tolle Bar. Vom Essen und dem Service waren wir dieses Mal leider nicht wirklich zufrieden. Schwer zu sagen, ob es nur ein Ausrutscher war.

Bereich Marina Cay/Scrub Island/Trellys bay
Das Bojenfeld vor dem Riff Marina Cay liegt wieder. Das Restaurant ist kleiner als früher, aber durchaus nett gemacht. Die Bar oben auf der Insel weiterhin zerstört. Am kleinen Strand sind einige kostenfreie Sonnenliegen vorhanden. Am Steg gibt es Wasser und Diesel. Voranmeldung über VHF Kanal 16.

Scrub Island hat eine moderne Steganlage mit Strom und Wasser  und ein Luxushotel. Das Preisniveau ist gehoben.

Virgin Gorda; Nordküste Virgin Gorda Sound; Leverik Bay/Bitter-End/Saba Rock
Die Leverik Bay komplett neu aufgebaut und 100% in Betrieb. Supermarkt, Wassersportverleih. Übernachtung am Steg US$ 60,-/Nacht. An einer Boje US$ 30,-/Nacht. Hinter dem Bojenfeld auch freies Ankern möglich, bei entsprechender Kettenlänge. Pussers-Restaurant und Beachbar.

Bitter End YC: Komplett zerstört. Mit dem Wiederaufbau soll noch 2019 begonnen werden.
Saba Rock: Noch geschlossen, aber Aufbau läuft.

Anegada
Alles wie früher. Ansteuerung beachten. Rote und grüne Fahrwassertonnen sind ausgelegt. Im Bojenfeld nur ca. 1,80m Wassertiefe. Am Ufer vier Restaurants. Motorroller/Auto Verleih. Kleiner Supermarkt. Besuch der Nord-Westküste ist das Highlight. Cow wreck beach heißt das Zauberwort. Die Strandbar ist wunderschön an einem kilometerlangen Sandstrand gelegen. Zeit zum Träumen, relaxen und baden im seichten Wasser.

Virgin Gorda; Spanish town; Steinformationen the Bath
An der Südspitze befinden sich die berühmten Steinformationen ‚the Bath‘. Es liegen Mooringtonnen aus. Mit dem Beiboot kann man nicht zum Strand, sondern nur zu den Absperrketten. Dort das Boot festmachen und an Land schwimmen.

Alternativ fährt man in die neu eröffnete Marina Virgin Gorda Yachtharbour. Steganlagen mit Wasser und Strom. Sanitärgebäude und Hauptgebäude noch im Aufbau. Supermarkt in ca. 1 km Entfernung. An der Strasse vor der Marina befinden sich mehrere Kneipen. Mit dem Taxi kann man für US$ 8,-/Person zu den Steinformationen fahren. 3 Stunden sollte man dort für einen Rundgang einplanen.

Cooper Island
Tolle Anlage, sehr gepflegt mit Bar, Restaurant, Eisdiele, Rumbar. Mooringtonnen US$ 30,-/Nacht liegen aus. Ankern im Bojenfeld ist verboten.

Peter Island
Ankern in der Deadmans bay problemlos möglich. Der kleine Hafen vom Peter Island Resort ist eröffnet aber als Übernachtungsplatz für uns Segler nicht attraktiv. Um die Ecke ist die Bucht Gread Harbour wo jetzt das berühmte Partyschiff „Willy T“ liegt. 25 Bojen sind ausgebracht.

Norman Island
In der weitläufigen Bucht The Bights liegen Bojen aus. An Land ein sehr schön gelegenes Restaurant mit Blick in den Sonnenuntergang. Die vorgelagerten Tauch/Schnorchelgründe „The Indians“ sind absolut sehenswert.

Hinweis zu den Bojenfelder:

Weiße Bojen kosten US$ 30,-/Nacht.

NEU: Es gibt jetzt einen privaten Bojenfeldbetreiber in Anegade, Cooper Island, Cane garden bay. Die Bojen sind ROT und entsprechend nummeriert und beschriftet. Sie müssen vorab im Internet gebucht und bezahlt (US$ 50,-/Nacht) werden. Wir haben 2 x erlebt, wie eine Yacht seine reservierte Boje gesucht hat, dort aber bereits ein anderes  Schiff lag, das sich weigerte Platz zu machen. Vor Ort ist niemand, der dies regelt und kontrolliert. Außerdem haben wir auf Cooper Island erlebt, wie weiße Tonnen gegen weitere rote ausgetauscht wurden. Dieser Trend ist nicht schön, da die Spontanität verloren geht und man dann seinen Törn bereits Wochen vor Reisebeginn planen/buchen müsste.

Es ist nach wie vor ein landschaftlich sehr vielseitiges, schönes Seegebiet und durch die vielen vorgelagerten Inseln und der „Passatwindgarantie“ ein Segelhighlight.

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