Toskana und Elba

Die Umrundung der Insel Elba ist ein Klassiker unter den Segeltörns. Viele Vercharterer sind mit ihren Flotten von der Insel Elba an das toskanische Festland umgezogen, um die Anreise für Segler einfach zu halten, unabhängig von einer Fährpassage. So finden Sie am Festland Yachten ab Piombino, Follonica, Puntone und Punta Ala.


Törnvorschlag für Toskana und Elba, 1 Woche

StartZiel112 sm
1. TagAnreiseYachtübernahme
2. TagFollonica, ScarlinoPortoferraio22 sm
3. TagPortoferraioMarcianna Marina9 sm
4. TagMarcianna MarinaInsel Capraia22 sm
5. TagInsel CapraiaFetovaia26 sm
6. TagFetovaiaMarina di Campo5 sm
7. TagMarina di CampoFollonica, Scarlino28 sm
8. TagYachtrückgabeAbreise

1. Tag: Wir starten von Scarlino mit Kurs Elba, Portoferraio. Die Hauptstadt der Insel bietet einen der sichersten Häfen im Mittelmeerraum. Reichlich Restaurants, Cafes, eine Markthalle und Supermärkte befinden sich in unmittelbarer Umgebung. Die eindrucksvolle Zitadelle überragt die Stadt mit Ihrem Labyrinth von Gassen und Treppen.

2. Tag: Wir segeln zur Bucht La Biodola, wo wor einen Badestop einlegen (alternativ Viticcio). Nachmittags weiter zur Marcianna Marina, einem hübschen Ort mit eleganten Häusern und einer schönen Uferpromenade. Neue Schwimmstege mit Mooringleinen. Strom und Wasser am Steg.

3. Tag: Frühes Auslaufen und Törn zum Inselhafen Capraia, Besuch des Dorfes und der Festung. Die Insel Capraia diente rund 100 Jahre als Gefängnisinsel und besticht durch die landschaftliche Unberührtheit und klares Wasser. Strände sind hier jedoch kaum vorhanden. Im Hafen wird an Mooringleinen festgemacht, Wasser- und Stromanschlüsse sind vorhanden. Ein Bojenfeld in der Hafeneinfahrt ergänzt das Liegeplatzangebot. Gute Restaurants vor Ort.

Hineis: Capraia ist Nationalpark. Angeln und Fischen ist hier verboten. An der Westküste (von Punta della Manza bis Punta del Trattoio gilt auch Befahrens- und Tauchverbot.

4. Tag: Heutiges Kurs ist zurück zur Insel Elba, Bucht Fetovaia, unmittelbar nach dem SW-Kap. Voraussetzung ist jedoch eine stabile Wetterlage, da wir in dieser schönen Badebucht vor Anker gehen. Bei SE Wind ungeeignet.

5. Tag: Nach dem langen Schlag gestern relaxen wir und legen gemütlich nur wenige Seemeilen bis zur Marina dio Campo zurück. Der Ort ist ein beliebtes Touristenzentrum und der einzige Hafen an der Südküste von Elba. Leider bietet er nur wenig Platz für Yachten – alternativ vor dem Hafen vor Anker oder im Golfo della Lacona.

6. Tag: Törn zurück zur Ausgangsbasis.



Törnvorschlag alternativ

2. TagScarlinoMarcianna Marina29 sm
3. TagMarcianna MarinaInsel Capraia20 sm
4. TagInsel CapraiaSaint Florent (Korsika)44 sm
5. TagSaint Florent (Korsika)Macinaggio (Korsika)28 sm
6. TagMacinaggio (Korsika)Porto Azzurro46 sm
7. TagPorto AzzurroScarlino18 sm

Weitere Häfen und Buchten der Insel Elba

Porto Azzurro – Einer der schönsten Häfen auf Elba mit einem belebten Ort und einer großen Piazza, auf dem immer Leben herrscht.

Rio Marina – Hübscher kleiner italienischer Hafenort mit Schwimmsteganlage, an der an Mooringleinen festgemacht werden kann. Ab und zu kann allerdings heftiger Schwell im Hafen entstehen. Der Ort bietet gemütliche Restaurants und einige Einkaufsläden.

Cala Bagnaia – Eine U-förnige Bucht an der östlichen Seite der Reede von Portoferraio, nach W und NW offen. Bar und Restaurant an Land.

Nisporto – Bucht N-lich von Cala Bagnaia, in der auf 10-15m Tiefe geankert werden kann. Die Buchten sind NW und W offen, bieten aber bei ruhigem Wetter entsprechenden Schutz.

Golf von Viticcio – Bucht im N unmittelbar südlich des Capo d’Enfola, ankern auf 4-10m Wassertiefe. An der schmalen Landzunge, die das Capo d’Enfola mit der Insel verbindet, ist eine kleine nach SW ausgerichtete Mole. Hier kann man mit dem Beiboot anlegen. Retsaurant und Bar an Land.

Golf von Biodola – Bucht im N, ankern auf 4-8m Wassertiefe vor dem Strand, Hotel und Restaurant am Ufer.

Golf von Procchio – Bucht im N, ankern auf 4-8 m Wassertiefe über Sandgrund.


Weitere Häfen und Buchten der Insel Korsika

Saint Florent – Malerisch eund geschäftige STadt, in der das touristische Leben pulsiert mit mächtiger Zitadelle. Hafenbecken mit 1-3m Wassertiefe, Mooringleinen, Wasser und Strom, Duschen, Toiletten, Tankstelle.

Baie de Loto – NW-lich von St. Florent gelegene Bucht mit einem langen Sandstrand vor einem Bergrücken. Bei stabiler Wetterlage und leichten Winden aus W kann man in der Bucht vor dem Strand vor Anker gehen, guter Sandgrund.

Macinaggio – Macinaggio liegt am äußersten Ende des Cap Corse, der Hafen ist gut vor West- und Südostwinden geschützt. Mooringketten sind vorhanden, Wasser und Strom. Normalerweise wird man eingewiesen, die Ketten sind schwer und dreckig. Empfehlenswert ist ein Besuch der umliegenden Dörfer von Rogliano, von wo man abends einen wunderschönen Ausblilck hat.

Bastia – Bastia liegt 16sm südlich von Macinaggio. Der Vieux Port liegt malerisch zwischen Altstadt und Zitadelle. Es gibt Mooringleinen, Strom und Wasser. Bastia hat einen großen Handels- und Fährhafen, viele Restaurants, Geschäfte und Supermärkte.


Wetter

Im Sommer sind Winde aus NW und W vorherrschend wobei jede Region einige Besonderheiten aufweist. Durch die Küstenformation sind thermische Winde sowie Land- und Seewinde sehr unterschiedlich. Starke Winde wie der Mistral, Scirocco und  Tramontana beeinflussen den Törnverlauf.

Thermische Winde wehen oft nachts von den Steilhängen und können für 2-3 Stunden 5-6 bft. erreichen. Insgesamt kann man sagen, ein täglich aktueller Wetterbericht ist sehr wichtig. In großen Marinas hängen täglich Wetterbereichte aus.

Mistral – Er weht aus dem Rhonetal über das westliche Mittelmeer hinweg an die W-Küsten von Korsika und Sardinien. Er ist aber auch an den E-Küsten der Inseln und im Tyrrhenischen Meer empfindlich spürbar.

Libeccio – Dieser Wind weht aus SW bis W über Korsika, dem Ligurischen- sowie der nördlichen Hälfte des Tyrrhenischen Meeres. Er weht häufig mit 5-8 Bft, begleitet mit Wolkenbildung. Im Herbst gehen heftige Regenschauer mit einher. In der Regel hält er 1-4 Tage an.

Tramontana – Ein kalter N- oder NE Wind, der meist im Herbst und Winter an der Westküste Italiens auftritt. Dieser Wind erreicht leicht Stumrstärke verbunden mit heftigen Fallböen an Steilküsten. Er tritt meist dann auf, wenn ein Tief über der Adria und ein Hoch im E liegt.Er hält meist 1-2 Tage an.