Türkei

Wer einmal in der Türkei war, kommt immer wieder:

Das Revier begeistert mit seglerischer Vielfalt, gastfreundlichen Menschen, spannenden Reisen in die Vergangenheit und Naturschönheit jenseits der Touristenpfade.

Das Segelrevier

Die größten Charterflotten sind in den Marinas Bodrum, Marmaris, Göcek und Fethiye beheimatet. In diesem Revier, also zwischen Bodrum und Fethiye starten entsprechend die meisten Chartersegler, aber auch das Revier zwischen Izmir und Bodrum sowie zwischen Göcek und Antalya erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Alle Marinas sind, was sanitäre Ausstattung, Mooring, Strom und Wasser betrifft, bestens ausgestattet. Hervorzuheben ist auch die gute Versorgung und der freundliche Service. Wichtig: Alle Yachten haben Fäkalientanks. Sie dürfen nur außerhalb einer bestimmten Küsten-Entfernung entleert werden. Informieren Sie sich vor dem Auslaufen beim Hafenmeister oder beim Stützpunkt.


An Land

Die Türkei bietet alles, was das Seglerinnen- und Seglerherz begehrt: antike Stätten, traumhafte Buchten, Sandstrände, kleine Küstenorte und atemberaubend schöne Ankerplätze. Mehr braucht´s eigentlich nicht, oder?


EinreiseDie Einreise ist für deutsche Staatsbürger mit dem Personalausweis oder Reisepass möglich. Aktuelle Informationen finden Sie beim Auswärtigen Amt.
AnreiseFluganreise. Die Anreise erfolgt mit Charterflügen von vielen größeren Städten Deutschlands aus ganzjährig nach Antalya. Die Transferzeiten betragen nach Göcek etwa dreieinhalb Stunden, nach Marmaris etwa vier Stunden. Im Sommer (Mai bis Ende Oktober) gibt es auch Flüge nach Dalaman (Transferzeit nach Göcek etwa 30 Minuten, Marmaris etwa eineinhalb Stunden) oder nach Bodrum oder Izmir (Transferzeit nach Cesme etwa 45 Minuten). Mit Linienflügen kommt man via Istanbul zu vielen Destinationen.
HauptreisezeitAnfang Mai – Ende Oktober. Im Juli und August kann es jedoch sehr heiß werden. In den übrigen Monaten ist es nicht überlaufen.
AnforderungenSkipper müssen im Besitz des amtlichen Führerscheins sein, der in ihrem Heimatland zum Befahren eines vergleichbaren Gewässers erforderlich ist. Deutsche Wassersportler benötigen daher den Sportbootführerschein See (oder höherwertig).
BesonderheitenBei der Ein- oder Ausreise mit der Yacht aus Griechenland Ein-/Ausklariert werden. Die Anforderungen und der Zeitaufwand ist hoch. Ankern: Landleinen dürfen nicht an Bäumen festgemacht werden. Fäkalientanks müssen geschlossen bleiben und dürfen nur in einem bestimmten Abstand zur Küstenlinie gespült werden. Bei Missachtung drohen sehr hohe Strafen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Törn anhand von Revierunterlagen über Ihr Reiseziel und die dortigen Gebiete. 


Für das Befahren der türkischen Gewässer benötigt man ein Transitlog. Bei Charteryachten ist es entweder im Charterpreis (sehr selten) inklusive oder wird am Charterstützpunkt berechnet.
Das Wetter

Die Segelsaison dauert von April bis Oktober, im Bereich Marmaris-Antalya auch bis zum November. Die Sommermonate Juli und August sind trocken und heiß, der vorherrschende Wind, der Meltemi, macht die Hitze aber erträglich. Zwischen Bodrum und dem Festland verstärkt sich der Meltemi, im Südosten bis Antalya verspürt man ihn weniger. Durch die Küstenformation mit hohen Gebirgen gibt es unterschiedliche Windrichtungen, zum Teil mit Fallböen. Der Meltemi beginnt täglich um 11 Uhr und schläft gegen 17 Uhr wieder ein.

Türkei

Ob einsame Ankerbucht, uriger Restaurantsteg oder stylishe Marina: Auf dem Küstenabschnitt der Türkei zwischen Çesme und Kekova kommt jeder auf seine Kosten. Tief eingeschnittene Fjorde wie der Gökova-Golf bieten Schutz vor Wind und Welle. Perfekt, wenn Sie einen Törn mit der Familie planen. An der Küste sorgt der Meltemi für fantastische Segelbedingungen und gibt Ihnen den nötigen Schwung für längere Schläge über das offene Meer. Nach einem langen Segeltag schmecken die Spezialitäten der türkischen Küche besonders gut: Legen Sie am besten gleich an einem der zahlreichen Restaurantstege an und lassen Sie sich mit einer Auswahl „meze“ – kalte und warme Vorspeisen –, Meeresfrüchten und Fisch verwöhnen! Ein wichtiger Hinweis: Oft liegt nur ein Katzensprung zwischen dem türkischen Festland und den griechischen Inseln.

Doch der Wechsel von Land zu Land ist mit allerlei Papierkram und hohen Gebühren verbunden. Am besten fragen Sie Ihre Charterfirma nach Empfehlungen für eine vertrauenswürdige Agentur vor Ort die die Arbeit übernimmt.

Skipper-Tipp

In Tersane am Steg liegen und nach einem kleinen Aufstieg mit tollen Ausblick belohnt werden; oder im Süden zwischen Kapi Creek und Kapi Koyu an idyllischen Restaurant-Piers; oder in den südlichen Buchten vor Anker mit Landfeste – die Poller oder Ringe an Land (orangefarben markiert) warten auf Ihre Festmacherleine.“ Markus Glasmacher