Kanaren

Das Revier der Kanarischen Inseln im Atlantik ist ein ganzjährig befahrbares Segelparadies für erfahrene und sportliche Crews.

Stetige gute Winde und eine hohe, langgezogene Atlantikwelle stellen perfekte Segelbedingungen dar. Die Passagen zwischen den Inseln sind anspruchsvoll und verlangen eine gute Seemannschaft.

Das Netz an Marinas und Häfen auf den Kanarischen Inseln ist gut ausgebaut aber auch frequentiert und notwendig. Je nach Wind, Wetter und insbesondere auf den östlichen Inseln (Lanzarote, La Gracios etc.) kann man auch einmal in einer Bucht vor Anker gehen.

Die Kanarischen Inseln liegen 100 – 500 km westlich der Küste von Marokko und gehören geographisch zum afrikanischen Kontinent, politisch jedoch zu Spanien. Der höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide, liegt auf Teneriffa und sein Gipfel ist im Winter oft mit Schnee bedeckt. Die Flugzeit beträgt ca. 4-4,5 Stunden, die Zeit ist UTC bzw. UTC+1 (Sommerzeit).

Zur Gruppe der Kanaren gehören 7 Inseln mit eigener Inselverwaltung: die 4 großen sind Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa, die 3 kleinen Inseln sind La Gomera, La Palma und El Hierro und sind die westlichen Inseln.

Darüber hinaus gibt es weitere kleine Inseln wie La Graciosa. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, was beispielsweise auf Lanzarote im Timanfaya Nationalpark und an dunklen Stränden sehr anschaulich ist.

Las Palmas ist die Hauptstadt Gran Canarias und vor allem als Kreuzfahrthafen mit zollfreiem Einkauf und beeindruckenden Sandstränden bekannt. Ein echtes Highlight ist der alljährliche Karneval von Las Palmas mit Kostümen, Musik und Tanz. Die Kanaren sind das ideale Revier für einen Segelurlaub im Winter. Wenn in Deutschland Minusgrade und Schneematsch drohen, dann herrschen auf den Inseln Temperaturen um 20°C und viel Sonnenschein.

Quickfacts

EinreiseEinreise mit Personalausweis oder Reisepass, aktuelle Informationen finden Sie beim Auswärtigen Amt
AnreiseDirektflüge ab diversen deutschen Flughäfen nach Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa.
HauptreisezeitGanzjahresreiseziel, vorrangig unsere Wintermonate von Oktober bis April.
AnforderungenSBF-S oder höherwertig, Funkzeugnis
SchwierigkeitsgradAnspruchsvoll
geeignet für erfahrene, sportliche Skipper
Marinas, Häfen, BuchtenWenige sichere Ankerbuchten und relativ große Entfernungen zwischen den Marinas
BesonderheitenLa Graciosa: Genehmigung erforderlich.
AusgangshäfenLanzarote: Arrecife (Marina Lanzarote)
Teneriffa: Marina del Sur (Süden), Puerto Deportivo Radazul (Norden)
Gran Canaria: Muelle Deportivo de Las Palmas (Norden)

Services

BareboatFreiheit pur: Auf Ihrer Charteryacht erkunden Sie das Revier auf eigene Faust.
IncentivesIhr ganz persönliches Event der besonderen Art. An Bord mehrerer Yachten mit Skipper oder an Bord eines Großseglers und mit vereinten Kräften das Ziel erreichen… dies fördert den Teamgeist Ihrer Gruppe. In diesem Bereich gibt es sehr viele Möglichkeiten, sprechen Sie uns einfach an.

Klima

Das subtropische Klima ist das ganze Jahr über angenehm. Der kühle südwest setzende Kanarenstrom (Teil des Golfstroms, ca. 0,5-1 kn) und der NE-Passatwind gleichen die Temperaturen aus und halten die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara oft fern. Die Ausnahme bildet die Wetterlage Scirocco: sie bringt mit trockenem warmen Ostwind feinen Saharasand auf die Inseln und tritt meistens am Ende des Sommers in den Monaten August und September auf.

Der Sommer ist die trockene Jahreszeit mit Tagestemperaturen von 25°C im Mittel. Der Winter ist regenreicher und die Tagestemperaturen im Mittel bei 20°C, selten unter 15°C.

Die Hauptwindrichtung ist der NE – Passat. Der Passat hat bei den östlich gelegenen relativ flachen Inseln Lanzarote und Fuerteventura wenig Einfluss. Hier herrscht ein vorwiegend trockenes Klima. Die anderen Inseln sind sehr gebirgig mit feuchten Regionen im Norden und trockenen kargen Zonen im Süden. Küstenformationen und Bergkämme können dies noch verstärken.

Im Durchschnitt weht der Passat mit 15-20 kn. Durch hohe Landmassen oder Kanäle zwischen den Inseln wird dieser beschleunigt, oft um 10-15 kn mehr. Diese Zonen sind allgemein bekannt. Am deutlichsten zeigt sich der Düseneffekt im Kanal zwischen Teneriffa und Gran Canaria und an der SE Küste von Gomera. Bei Lanzarote und Fuerteventura ist dies insbesondere an den Kaps der Südküsten spürbar.

Bei Durchzug eines Tiefdruckgebiets über den Kanaren dreht der Wind auf S, später SW und die “Düsen” zwischen den Inseln kehren sich um. Tiefs kündigen sich schon Tage vorher durch einsetzende südwestliche Dünung und fallenden Luftdruck an.


Törnplanung

Auf den Kanarischen Inseln gilt “weniger ist mehr”. Dies bedeutet für die Törnplanung lieber eine Insel weniger anlaufen anstatt Gewalttouren zu unternehmen. Auf der Seekarte kurz erscheinende Passagen erweisen sich in der Praxis manchmal als schwer durchführbar. So macht es wenig Sinn, in den Düsen zwischen den Inseln aufzukreuzen. So empfiehlt es sich auch, am 1. Tag einen schönen Schlag an der Leeseite einer Insel zu machen, damit sich die Crew mit der Yacht und dem Atlantik vertraut machen kann.

Die folgenden Routenvorschläge sllen Ihnen Anreize geben und als Orientierungshilfe dienen.

Törnvorschlag ab Teneriffa, 1 Woche

Törnvorschlag ab Lanzarote, 1 Woche


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