Törnvorschlag Ionisches Meer „auf den Spuren des Odysseus…“

REISE UND ERHOLUNG

Griechenland –Ionisches Meer-

 

„Auf den Spuren des Odysseus…“

Mit einer Segelyacht durch das Ionische Meer auf den Spuren des Odysseus.

Ein geschichtsträchtiges Revier, insbesondere für Einsteiger geeignet.

 

Das Ionische Meer erstreckt sich von der Insel Korfu, bis zur Insel Zakynthos im Süden. Zwischen diesen Punkten liegen unzählige kleine Inseln, die zum Teil unbewohnt sind. Die zum Osten angrenzende Festlandküste ist von hohen Bergen gezeichnet. Pinien-, Olivenbäume und Strauchgewächse überwiegen und prägen die Landschaft.

Nach nur 2 Stunden 35 Minuten landet man auf dem Flughafen Korfu. Die Taxifahrt zur Marina Gouvia kostet umgerechnet ca. 15,-EUR. In der Marina findet man neben einem kleinen Restaurant auch einen Supermarkt. Dieser ist sehr teuer, bietet aber die Möglichkeit die ersten wichtigen Lebensmittel einzukaufen. Nahe der Marina gibt es weitere Supermärkte, die weitaus günstiger sind und mehr Auswahl haben. Je nach Ankunftszeit kann man den Abend in der wunderschönen Altstadt verbringen. Viele kleine Restaurants und Tavernen laden zum Verweilen ein. Von der alten Festung hat man einen atemberaubenden Blick über Corfu.

Am nächsten Tag bieten sich die Inseln Paxi und Antipaxi an, um hier entweder im kleinen geschützten Hafen oder in einer der nahegelegenen Ankerbuchten zu übernachten. Antipaxi ist bekannt durch seine glasklaren Buchten mit weißem Sand. Hier ist es in der Tat wie in der Karibik.

Nächste Station der Reise ist entweder am Festland Preveza oder die Insel Lefkas. Die Nordspitze der Insel ist durch eine Drehbrücke mit dem Festland verbunden. Zur Tageszeit öffnet die Brücke jede volle Stunde. Unmittelbar hinter der Brücke liegt der Hafen Lefkas. Nicht besonders schön, aber er bietet sehr gute Versorgungsmöglichkeiten. In den Hotels am Steg kann man gegen eine geringe Gebühr duschen. Dies ist im gesamten Ionischen Meer üblich, da die meisten Marinas nicht über großzügige Sanitäranlagen verfügen. Dafür werden auch keine (mit einigen wenigen Ausnahmen) Liegegebühren verlangt. Verläßt man den Hafen Lefkas Richtung Süden, muß man durch einen ca. 2 sm langen, schmalen aber gut ausgetonnten Kanal. Am Ende des Kanals eröffnet sich das ‚wahre‘ Ionische Meer mit all seiner Schönheit.

Die nächste Insel ist Meganisi. Insbesondere die Nordküste ist von vielen kleinen geschützten Ankerbuchten gesäumt. Hier findet jeder seine ‚eigene‘ kleine Badebucht. Gut geschützt vor allen Winden mit gut haltendem Ankergrund. Eine Nacht vor Anker, ist hier bedenkenlos möglich.

Ormos Syvota: An der Ostküste Lefkas gelegen. Idealer Hafen mit guten Versorgungsmöglichkeiten. Hier befindet sich ein Stützpunkt für Flottillen. Abends ist an der kleinen Hafenpromenade immer etwas los. Die Taverne ‚Stavros‘ ist sehr zu empfehlen. Ausreichende Liegemöglichkeiten und sehr gute sanitäre Anlagen. Einen Schlüssel für Wasser bekommt man gegen ein kleines Entgeld. Die Bucht von Syvota ist eine der schönsten. Erst im letzten Moment ist die Einfahrt an der Steilküste erst zu erkennen. In der Nähe befinden sich die ‚Blauen Grotten‘. Ankern ist hier nicht möglich, man muß dieses Naturschauspiel bei geringem Schwell aus sicherer Entfernung betrachten.

Nydrion / Vlychon: Ebenfalls an der Ostküste Lefkas. Beide Städte gehen ineinander über. Hier pulsiert das Leben auf dem Wasser und auch an Land. Wassersport wird hier GROßGESCHRIEBEN. Surfen, segeln, tauchen… Neben diesen Wassersportler, die zu hunderten in der Bucht unterwegs sind, gesellen sich noch die ein- und auslaufenden Fähren die ‚draufhalten‘. Liegeplätze in verschiedenen Marinas sind ausreichend vorhanden. Will man Ruhe, sollte man in eine der bereits angesprochenen Ankerbuchten von Meganisi.

Insel Kephalonia:  Kephallonis und Ithaka (griechisch Ithaki) liegen südlich von Lefkas. Beide Inseln bieten genug Abwechslung, um sich hier eine Woche aufzuhalten. Die Durchfahrt zwischen Lefkas und Kephallonia sollte in Nord- /Südrichtung  passiert werden, da der vorherrschende Wind aus Nord eine Düsenwirkung entwickelt und teilweise Starkwindstärke mit bösen Fallwinden erreicht. An der Ostküste liegt der Fähr- und Handelshafen Sami. Der Hafen ist nur schlecht gegen Dünung geschützt. Zum Übernachten ist er nicht geeignet, jedoch bietet er gute Versorgungsmöglichkeiten. Noch weiter auf südlichem Kurs kommt man nach Poros. In der kleinen Bucht Ormos Porou kann man bei ruhigem Wetter gut eine Nacht verbringen. Ungemütlich wird es nur, wenn die Fähre ein- oder ausläuft. Diese malerische Schlucht zieht tagsüber auch einige Landurlauber an. Das Highlight dieser Bucht ist zweifellos eine kleine versteckte Taverne. Wenn man der Durchgangsstraße, die direkt am Steg vorbeiführt, nach links bergauf folgt, kommt man nach ca. 1,5 km an einer kleinen Taverne vorbei. Sie liegt fast auf der höchsten Stelle des Berges. Man sitzt auf einer Betonterrasse und schaut direkt bergab auf die Bucht. Die Taverne wird von der gesamten Familie betreut. Der Opa panscht den Wein, Mutter und Tochter zaubern in der Küche, Sohn und Enkel kellnern. Der Hund heißt ‚Monky‘. Später kann unter Anleitung ‚Zirthaki‘ getanzt werden. Das Essen und die Atmosphäre sind einmalig!!! Aber hier nochmal der Hinweis: Bei nördlichen Winden wird dieser Hafen zur Mausefalle.

An der Nordwestküste finden wir Assos. Das weitsichtbare Kastell dient der Ansteuerung. Vorsicht bei Nordwind. Eine Taverne und ein kleines Lebensmittelgeschäft sind vorhanden. Am Wochenende ist hier der Teufel los. Die Einheimischen nutzen Assos als Ausflugziel. Bei schönem Wetter mit ruhiger See, kann man hier unter der Woche wunderbar ankern und baden.

Insel Ithaka: Erwähnenswert ist hier u.a. der Hafen Kioni. Kioni ist ein kleiner Hafen mit allen Versorgungsmöglichkeiten, die man braucht. Die Tavernen (insbesondere die Taverne bei der Galerie) sind gut und preiswert. Der Hafen ist sehr gut geschützt. Leider sind nur wenige Liegeplätze vorhanden. Ein frühes Einlaufen ist empfehlenswert. Ankern ist  möglich, der Hafengrund hält gut. Jedoch stets volle Kette nutzen, da der Anker auf Seegras fällt. Das Wasser ist auch im Hafen glasklar. Im Dorf findet man einen Mofa- und Motorrollerverleih. Ein Ausflug in die nähere Umgebung lohnt sich.

An der Südküste Ihakas liegt die Ankerbucht A. Andreou. Eine ideale Bucht zum Tagesaufenthalt. Die gesamte Ost- und Südküste bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, um zu schwimmen, schnorcheln…! Eine Ankerbucht ist schöner als die andere. Manche von ihnen sind so klein, daß nur ein oder zwei Yachten Platz finden. Hier findet jeder ’seine‘ Traumbucht.

Einen wunderschönen Hafen mit außergewöhnlich guten Versorgungsmöglichkeiten findet man bei der Stadt Vathi. Am Ende eines fjordartigen Einschnitts liegt der für Ionische Verhältnisse große Hafen von Vathi. Hier für eine Nacht zu liegen, ist eigentlich Pflichtprogramm. Direkt am Marktplatz findet sich immer ein Plätzchen. Umgeben von kleinen Tavernen, fällt die Auswahl für das Abendessen schwer. Für ca. 2,50 EUR kann man in einem Hotel (siehe umseitige Skizze) duschen. In den Bergen liegt die, in der Erzählung Homers aufgeführte Nymphengrotte. Hier soll Odysseus die Geschenke der Phäaken versteckt haben. Ein Moped kann man schon für ca. 10,-EUR am Tag mieten.

Man könnte noch viele andere Häfen nennen. Aber letztendlich ähneln sich die meisten Häfen doch sehr. Sieht man einmal von den großen Städten im Ionischen Meer ab, dann kommt man schnell zu dieser Feststellung. Die kleinen Fischerhäfen, genau das, was ein Segler kennenlernen will. Große Städte sind auf der ganzen Welt gleich. Hektik bedeutet griechisch= fieberhafte Aufregung, nervöses Getriebe; so ist es auch in Griechenland. Zuflucht findet man in den kleinen Tavernen. Aus diesem Grund werden nachfolgend nur noch einige ruhige, beschauliche Inseln und Ankerbuchten beschrieben. Orte an denen man schwimmen, schnorcheln und faulenzen kann. Alles Orte, wo man fast immer alleine ist, zumindest ohne Massentourismus.

Insel Atokos: Ca. 5 Seemeilen nordöstlich von Ihaki gelegene kleine Insel. Atokos ist unbewohnt. Auf der Ostseite befindet sich eine hübsche Bucht mit kristallklarem Wasser. Der Ankergrund besteht aus Sand und hält sehr gut. Man liegt hier gut geschützt, auch wenn der vorherrschende Nordwind teilweise starke Fallböen verursacht. In der Mitte der Bucht befindet sich eine kleine weiße Kapelle. Einziger Bewohner der Insel ist ein friedlicher Esel.

Insel Kastos: Ganz anders verhält sich der Bewohner dieser Insel. Aber dazu später mehr. An der Ostküste befinden sich ‚hunderte‘ kleiner Buchten. Alle sind gut geschützt und unbewohnt. Tiefes klares Wasser bis kurz vor der Felskante. Vor Buganker kann man bei stabiler Wetterlage eine Heckleine zum Ufer ausbringen und die Yacht fixieren. So wird jede Kaffeepause zu einem Erlebnis. Ein Spaziergang über die fast unbewohnte Insel lohnt. Aber VORSICHT vor dem Stier. Er läuft frei auf der Insel herum und ist uns fast zum Verhängnis geworden.

Insel Zakynthos: Die südlichste Insel des Ionischen Meers. An der Südküste liegt das Kp. Lagana. Wer bis hier kommt, ist auf sich alleine gestellt. Jedenfalls seglerisch gesehen. Leider ist die Insel vom Massentourismus eingenommen. Einziger größerer Hafen der Insel ist Zakynthos. Hoch im Norden befindet sich noch die schönste Liegemöglichkeit. Die Bucht A. Nikolaos. Einige kleine Tavernen liegen direkt am Strand. Hier kann man nur Ankern. Viel Kette ist erforderlich.

Hier noch ein Geheimtip!!!: An der Ostküste von Ithaki liegt die Pera Pigadi. Hier leben wilde Schweine und Schafe. Die Zeit ist hier stehengeblieben. In der Dämmerung sieht man große Kaninchen (fast schon Hasen), die handzahm sind. Auf der Westseite der Insel ist ein kleiner Betonsteg. Hier liegt man meist alleine. Hin und wieder übernachtet hier ein Fischer. Südwestlich der Insel mündet ein kleiner Bach ins Meer. An dessen Quelle sollen der Sage Odysseus nach, die Schweine des Eumaios getränkt worden sein. Im Sommer ist der Bachlauf meist ausgetrocknet. Ankern ist hier problemlos möglich. Von der Arethusa-Quelle hat man einen tollen Ausblick auf das Umland. Hier befindet man sich in einem der schönsten Schnorchelreviere der Ionischen Inseln. Wer mag, kann mit viel gesteckter Kette, möglichst mit 2. Anker hier übernachten. Ankergrund ist Seegras.

Die Festlandküste gegenüber von Ithaki: Hier gibt es viele kleine unbewohnte Inseln und Buchten. Aber Vorsicht. Leider sind auch ebenso viele Untiefen vorgelagert. Eine gute und solide Navigation ist unbedingt erforderlich. Nimmt man diese Mühen in Kauf, darf man sich auf ein unberührtes Griechenland freuen.

Hinweise/Anmerkungen: Das Ionische Meer gilt als Schwachwindrevier. Gerade in den Sommermonaten ideal für Einsteiger. Zum Mittag hin frischt der Wind bis auf 4-5 bft. auf. Sobald die Sonne an Stärke verliert, wird der Wind schwächer und ’schläft‘ meistens ganz ein. So kann bei einer stabilen Wetterlage eigentlich immer von einer ruhigen Nacht ausgegangen werden. Zwischen Mai und September regnet es meist nie. Hafengebühren fallen selten an. Mit Außnahme von Corfu und Zakynthos sind die Ionischen Inseln sehr preiswert.

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