Törnvorschlag BVI’s

VIRGIN Kopie…Segeln im Passatwind

Nachfolgend möchten wir Ihnen unsere eigenen Erfahrungen und Eindrücke von diesem Segelrevier schildern. Die BVI’s werden Sie begeistern.

Anreise …der Flughafen auf der Hauptinsel Tortola wird von den Langstreckenmaschinen nicht direkt angeflogen. So werden Sie z.B. von Frankfurt nach Puerto Rico oder von vielen deutschen Flughäfen über Paris oder Amsterdam nach St. Martin fliegen und von dort mit einer kleineren Maschine nach Beef Island auf Tortola. Air France bietet die Verbindung täglich an und ist aus diesem Grund ideal für Charterkunden und Urlaubsgäste (alternativ KLM) Die Condor fliegt nur samstags ab FRA. IMG_5314 - Kopie

Am späten Nachmittag/frühen Abend erreichen Sie Ihren Ausgangshafen auf Tortola und haben Zeit Ihre Yacht einzurichten. Am nächsten Morgen wird dann der Check-In bei Tageslicht durchgeführt. Zu diesem Check-In gehört auch ein Revierbriefing mit interessanten Informationen zur Navigation.

Die Hauptstadt Road Town bietet neben mehreren Yachthäfen auch gute Versorgungsmöglichkeiten. Restaurants, Kneipen und nicht zuletzt einige Supermärkte. In und um Road Town leben rund 60 % aller Einwohner der BVI’s.

Peter Island ist Privatbesitz mit einem exklusiven Feriendomizil. Aber keine Angst, Segler sind hier herzlich willkommen und können DSC_0531entweder in dem kleinen eigenen Hafen festmachen oder in der benachbarten Deadmans Bay vor Anker gehen. Sie dürfen sich auf der Insel frei bewegen. Die Deadmans Bay ist eine der schönsten Buchten der Karibik: Feiner Sandstrand, Hängematten und klares Wasser laden zu einem Besuch ein. Zu der Bucht gehört auch ein kleines Restaurant mit Beachbar. Tipp: Nehmen Sie ein paar Getränke von Bord mit an den Strand und verweilen Sie. “Die Sinne verwöhnen”. Die Liegeplatzgebühr im Hafen beträgt 100,- bis 150,- US$/Nacht.

Norman Island nach einem Piraten benannt. An der Westküste finden Sie die große Bucht The Bight. In dieser Bucht liegt das berühmte Piratenschiff, die “William Thornton”. Hier sollten Sie einen Abend verbringen und sich der Musik und den Drinks hingeben. Nachdem Sie Ihren Bojenplatz (Liegegebühr wird kassiert) gefunden haben, können Sie zur Happy Hour im Restaurant (Ostteil der Bucht) mit dem Beiboot anlegen. Reservieren Sie sich je nach Saisonzeit rechtzeitig einen Tisch fürs Abendessen und bevor es zurück an Bord geht, auf zum “Absacker” auf das Piratenschiff „Willy T.“ (Internetseite der Willy T.). Die allabendliche Stimmung ist unglaublich und mitreißend.DSC_0554

Sopers Hole oder auch Frenchman’s Cay genannt war der Überlieferung nach ein Schlupfwinkel des berühmten Piraten Sir Francis Drake, dem einzigen Piraten, der im Auftrag der Königin handeln durfte. Sopers Hole ist ein nettes Plätzchen mit einem kleinen karibischen Dorf. Gepflegt, bunt gestrichene Häuschen, einige Geschäfte, einem Supermarkt, einer Tauchschule und einem tollen Restaurant der “Pussers” Kette. Unten die offene Bar und in der 1. Etage das Restaurant mit einem tollen Blick auf die Yachten, die in der Bucht ankern oder am Steg liegen. Freitags und samstags meist mit Livemusik und Barbecue “All you can eat”.

Insel Jost van Dyke.      Im Südwesten liegt die wunderschöne Tagesankerbucht White Bay. Eine schmale Riffdurchfahrt, markiert mit zwei kleinen Tonnen, führt in die sehr seichte Bucht. Ab einem Tiefgang von 1,9 Metern wird es schwierig einen geeigneten Ankerplatz zu finden. Am Strand finden Sie mehrere Bar’s. Hier wurde in der ‚Soggy Dollar Bar‘ der ‚Painkiller‘ erfunden. Ebenfalls ein ‚must have‘ in diesem Revier. Man(n)/Frau schwimmt stilecht mit ein paar Dollerscheinen an den Strand, hängt die Scheine an der Bar zum trocknen auf und bestellt bis erstens die Scheine trocken und/oder aufgebraucht sind. Als Nachtliegeplatz ist diese Bucht nur bei sehr stabiler Wetterlage zu empfehlen. 

Sicherer ist der kurze Weg in die Bucht Great Harbour oder nach Little Harbour. In Great Harbour ist die bekannte Kneipe “Foxys” (Internetseite Foxy’s), die jedes Jahr Besuch von vielen berühmten Schauspielern bekommt, die sich hier ein Stelldichein geben. Mooringtonnen schnappen oder frei Ankern.

Die kleinere und beschaulichere Bucht Little Harbour beherbergt drei kleine Restaurants. Auch in dieser Bucht liegen einige Festmachertonnen aus, an denen Sie gegen eine Gebühr (25,- US$) übernachten können. Am kleinen Strand können Sie den ganzen Tag Pelikane beim Fischfang zuschauen. Etwa 1 Seemeile vor der Bucht liegen die beiden kleinen Inseln Sandy Cay und Sandy Split, die ebenfalls als Tagesankerplatz ein Highlight sind.

Cane Garden Bay, ein wunderschöner Sandstrand, so wie man ihn sich karibischer nicht vorstellen kann. Auch hier ist die Riffeinfahrt durch zwei Tonnen/Bojen im nördlichen Bereich gekennzeichnet. Schwimmen, schnorcheln, relaxen, ein kleines Tauziehen oder einfach nur den Sonnenuntergang bewundern. Abends finden Sie am Strand verteilt 5 Restaurants. In einem spielt zu später Stunde mit Sicherheit eine Liveband.

Ein nächstes Ziel könnte die kleine Insel Marina Cay sein. Geschützt hinter dem Außenriff liegen Sie sicher in einem Bojenfeld. Am Strand mit Liegestühlen und Bastschirmen der Insel (Durchmesser ca. 500 Meter) befindet sich ein nettes Restaurant mit toller Aussicht. Nicht vergessen dürfen Sie die tägliche Happy Hour von 17-19 Uhr in der Bar auf dem Hügel der Insel. 360° Rundumblick, dazu karibische Musik, ein eisgekühlter Drink. Einfach nett. Zur Insel gehört auch eine Tankstelle, an der Sie Diesel oder Frischwasser bunkern oder in dem eigenen Pussersladen noch das ein oder andere Souvenier einkaufen können.

DSC_0598

Virgin Gorda Sound. Durch Fahrwassertonnen betonnt Steuerbordseite rot und die Backbordseite grün gekennzeichnet (Lateralsystem -B-), läuft man in den geschützten Sound ein. Innerhalb ist “Binnensegeln” angesagt! Türkisfarbenes Wasser, bei durchschnittlich 10-20 Metern Wassertiefe. Im Sound gibt es (a) den Bitter End Yachtclub (Internetseite ), einem toll angelegten Yachtclubs. Es gibt eine Steganlage oder ein Bojenfeld. Schauen Sie in die Speisekarte und entscheiden Sie vor Ort, ob die Bordkasse noch ein Abendessen zuläßt.

Alternativ kann man auch zur kleinen Mininachbarinsel „Saba Rock“ (Internetseite) fahren (vom Bitterend YC fährt ein kostenloses Taxiboot) und dort zum Dinner gehen!

(b) Leverick Bay. Hier befindet sich ein weiterer Pussers Laden mit Restaurant und eine Steganlage mit Tankstelle. Frischwasser auffüllen ist hier kein Problem. Neben dem Restaurant finden Sie einen Segelbootverleih, der u.a. auch einige kleine Strandcatamarane hat. Mit einem solchen Cat einmal durch den Sound düsen. Klasse!

An der Südspitze der Insel Prickly Pear Sand Box oder Vixen Point genannt liegt eine nette Strandbar. Aber Vorsicht, ankert im Sound ein Kreuzfahrtschiff ist diese Bar das Ziel und somit mehr als überfüllt.

Ein weiteres Highlight, vielleicht schon ein kleines Weltwunder ist die Südspitze von Virgin Gorda. Hier liegen die berühmten Felsformationen “The Baths”. Riesige abgerundete Felsen liegen wie von Geisterhand aufgetürmt und bilden kleine enge Tunnelwege und natürliche Swimmingpools. Lassen Sie Ihre Yacht in der modernen Marina Virgin Gorda Yachtharbour liegen und fahren Sie die kurze Strecke zu The Baths mit dem Taxi. So können Sie Badesachen, Fotoausrüstung und Getränke mitnehmen, denn vom Schiff aus ist dies nicht möglich. Außerdem finden Sie in der Marina neben einem Supermarkt auch einige Läden und sehr gepflegte Sanitäreinrichtungen.

DSC_0758

 

Cooper Island (Internetseite Cooper Island). Hier finden Yachten vor dem Beach Club ein Bojenfeld. Der Name Beachclub passt eigentlich nicht, denn er suggestiert ‚Krach, Menschenmengen, Hektik…‘, das ist hier aber ganz anders. Es ist eine kleine überschaubare Anlage mit wenigen Gasthäusern, einem tollen Restaurant, einer Rumbar, einer kleinen Eisdiele, einem Shop und einem eigenen Divecenter. Alles liebevoll gestaltet und wunderschön!

 

 

Weitere Tipps und Empfehlungen

Wind & Wetter: Ganzjährig herrscht Passatlage mit Wind aus östlichen Richtungen. November bis März sind die beliebtesten Reisemonate. Aber auch April bis Ende Juli sind bei erhöhter Luftfeuchtigkeit mögliche Reisemonate, zumal die Preise dann deutlich geringer und die Buchten und Häfen nicht so überlaufen sind. Innerhalb der Inselgruppe keine bis wenig Welle. Mit einem tropischen Regenguss muss immer mal gerechnet werden. Wenn es regnet, dann 5-10 Minuten wie aus Kübeln.

Sonnenschutz: Durch die Nähe zum Äquator hat die Sonne ‘durchschlagende’ Kraft. Ausreichender und geeigneter Sonnenschutz ist absolut notwendig. Durch den steten Wind bemerkt man einen Sonnenbrand zu spät.

US-Virgin Islands: Anlaufen nur mit Visum der USA möglich.

BVI-Nationalparkgebühr: Vor Ort wird eine Touristensteuer und Nationalparkgebühr erhoben. Hierin ist die Nutzung von Tages-Mooringtonnen (an schönen Schnorchelstellen) enthalten. Nachtmooringtonnen hingegen sind zusätzlich gebührenpflichtig. Die Nacht- & Tagesmoorings unterscheiden sich farblich. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie vor Ort.

Navigation:  Fahrwassertonnen von See kommend Steuerbordseite rot und die Backbordseite grün gekennzeichnet (Lateralsystem -B-), also genau umgekehrt wie bei uns in Europa!

 

 

Hat Ihnen die Seite gefallen?

Follow by Email
Facebook
Facebook
Google+
http://www.sarres.de/toernvorschlag-bvis/
Twitter
YOUTUBE
YOUTUBE