Törnbericht Athen-Kos (oneway)

GriechenlandkarteTörnbericht
ONEWAY Athen/Kalamaki nach Kos-Marina mit Sun Odyssey 509 im Mai 2015, ~200 sm.
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Neugierig schaut man schon 10 Tage vorher z.B. unter Wetteronline.de, wie das Wetter wohl wird. Es sieht gut aus 2  bzw. 3  aus Nord und das bei blauem Himmel. Natürlich wie immer, sieht die Realität dann bei Törnbeginn anders aus.
Wetterlage bei Ankunft in Athen: So-Mi im Saronischen Golf 4-5, im Bereich bis Kythnos 6-7 und danach 7-8+. Nur die Windrichtung blieb erfreulicherweise gleich. Und diese hat uns dann schnell, gerefft und ohne große Probleme bis nach Paros gebracht. Hier Details:

Samstag
Früher oneway-Flug über Telass. nach Athen. Transfer per Taxi (alternetiv per Linienbus) direkt bis zur Marina-Einfahrt Kalamaki, am Hotel Poseidon. Checkin der Yacht am Sa-Nachmittag, alles gebunkert und abends gut gespeist im Restaurant EDEM, direkt an der Zufahrt zum Hafen, gegenüber Hotel Poseidon und einem Supermarkt. Altern. Restaurant ‘ELLADOS EIKONOS’ mit Life-Music, von Sohn Thomas beworben, nahe der Hauptstrasse am Marina-SE-Ende. Im Marina-Cafe an der Aussenmole kann man auch speisen.

Sonntag
Aufstehen um 05 Uhr, frühstücken, ca. 06:30 Uhr Ablegen. Raumer Wind, 4 Bft. aus NE bis kurz vor Cap Sounion. Südlich vom Cap Sounion Böen von mehr als 6 Bft., ab hier halber, später raumerer Wind. Wir kommen schnell der Durchfahrt zwischen Kea und Kythnos näher und halten uns möglicht unter der Südküste von Kea, Ak. Tarmelos. Die Strömung versetzt uns stark nach SSW. Somit passieren wir nahe, aber in sicherem Abstand die NE-Huk von Kythnos, Ak. Kephalos. Zunehmender Wind. Ab hier kurz auf Südkurs, somit Vorwindkurs, hier kurz bis zu 4 hohe (wie eine Grund-) See von achtern. Hier heisst es Kurs halten. Der Hafen Loutra ist noch nicht in Sicht, mir ‘noch’ unbekannt und voraus nur Felsenküste mit brechenden Seen. Hinter dem letzten Vorsprung, Ak. Kophto kommt der kleine Hafen in Sicht. ‘Man freut sich.’ In der Einfahrt ist es ruhig, flach und man muß sich nahe der Mole in den Innenhafen hangeln. Bei diesem Wind sollte man einen Platz an der NE-Mole suchen, Anker fast an der gegenüber liegenden Pier fallen lassen oder am Aussensteg – auch mit Strom+Wasser – längsseits gehen, Fender ganz tief. Zeit für den kleinen Ort mit vielen Tavernen. Anfang Mai gibt es hier kaum Besucher im Ort, die Marina jedoch ist 70% belegt. Der Hafenmeister kümmert sich sehr.  Wir haben uns direkt vor der hübschen Taverne ‘EPO…IA’ gemütlich eingerichtet. Direkt am Hafen, neben dem Market  gelegen, wurden wir freundlich empfangen und ‘betreut’ und speisten bestens. WIFI frei, Wetterbericht hängt aus.
Montag
Ankersalat ist hier oftmals vorprogrammiert, wir hatten aber Glück. Wir legen gegen 09 Uhr ab und nehmen Kurs Syros. Draussen werden wir mit 5 dann 6-7 Bft. empfangen, später bis 8 Bft.. Aber problemlos, da gerefft und halber Wind. Rauschefahrt – ca. 22 sm – in den Hafen von Phoinikas auf Süd-Syros! Wir sind  früh dort und brauchen erst einmal etwas ‘Ruhe’. Anfang Mai und bei dem Wind ist ausreichend Platz im Hafen. Aussenmole mit viel Kette/Anker, bei N-Wind herrlich sicher.  Der Hafenmeister kümmert sich, Hafenkosten 15,- € für die 50er-Yacht.  Wir speisen abends im nahen Restaurant, ‘an der hinteren Hafenecke’.
Der Besuch der hübschen Cocktail-Bar am Nordufer im Scheitel der Bucht ist ein ‘Muss’. Ansonsten bietet der Ort und Hafen wenig. Für uns kein Problem, wir wollen weiter, und das sicher und schnell nach Kos.

Dienstag
Wir starten um 09 Uhr aus der geschützten Bucht auf Syros und nehmen bei 5-6 Bft. Kurs auf Nord Paros. Raumer Wind, ideal. Ziel ist mein Lieblingshafen Naoussa. In der großen Bucht wird es ruhiger, doch bis dahin geht es mit Rauschefahrt bis zur Hafeneinfahrt. Hier steht ein strammer Wind in den Hafen, es ist eng und man muß auf die langen, flach liegenden Moorings zu den Nachbaryachten achten. Strom+Wasser vorhanden und …ein netter hilfsbereiter und deutschsprachiger Hafenmeister (Herr König, Tel. 694-2772023). Im Sommer ist es voll und man kann ggf. bei ihm telefonisch einen Platz ergattern. Im Hafen ist zusätzlich eine Pier gebaut worden – von beiden Seiten mit Mooring.  Dies macht den Hafen noch enger.

Mittwoch
Heute, ist Hafentag, einfach nur schön hier im nahen Ortskern von Naoussa. Draussen sind für heute 7-8 gemeldet.
Wir haben zeitweise unser Domicil im Cafe/Restaurant KONSTANZA – www.konstantzacafe.gr – eingerichtet, natürlich mit WLAN. Viele Cafes, Restaurants + Souvenierläden auf dem Weg zur Kirche, auf dem höchsten Punkt des Ortes. Hübsche bemalte Steine bekommt man auf dem Weg zur ‘agi anargiri beach’. Im Hafenbereich ‘abzuhängen’, diese Zeit sollte man sich unbedingt nehmen. Von hier lohnt sich auch eine Inselrundfahrt – oder nur zum Hauptort Paroika – mit dem Auto/Motorrad/Taxi.
Donnerstag
Wir sind ausgeruht und verlassen schon um 04 Uhr den Hafen. Stockduster, wir vertrauen unserem Kurs, dem Plotter und den Augen. Aber es gibt auch einige Lichter bis zur Ausfahrt der Ormos Naousis auf Paros. Wir halten lange Kurs um uns klar von der Insel Gaidourinisi frei zu halten. Dann Kurs Ost, leider nur noch 3-4 Bft., wenn man vorher so verwöhnt war. Lange dauert es bis wir die Insel Naxos im Norden passiert haben. Auf halber Inselstrecke wurde es hell. 06.15 Uhr ein herrlicher, dunstfreier Sonnenaufgang. Vor uns liegen insgesamt ca. 80 sm, bei nachlassendem Wind …3, 2, 1..0…Motor an! Gegen 17 Uhr laufen wir in die Ormos Lakki, auf Leros. Wir sind fest, aber mit der Marina Lakki sind wir nicht glücklich. Auch nicht mit dem Ort, Restaurants hier und dort, jedenfalls haben wir das ‘falsche’ ausgewählt! Wir liegen vor Mooring an der nördlichen Pier mit Wasser+Strom. Wir zahlen 36,- € ‘in die Hand’!

Freitag
Wir laufen gegen 10 Uhr aus, passieren die Enge zwischen Leros und Kalymnos – breite und problemlose Durchfahrt – und haben Glück mit dem Wind. Mit bis zu 4 Bft. geht es bis zur Durchfahrt zwischen Kos und Bodrum. Das Tanken hinter der Kos-Marina geht schnell, müssen vor der Einfahrt warten und werden dann vom Pilotboot zum Liegeplatz ‘geleitet’. Die Logge zeigt 205 sm, stimmt mit unseren Aufzeichnungen auch fast überein. Theo, der freundliche und kompetente Stützpunktleiter von Athenian-Yachts und seine Schwester erwarten uns. Wir kennen ihn von unserem gemeinsamen Überführungstörn von Korfu nach Lefkas und sind dabei Freunde geworden! Auscheck und ab in die Altstadt. Dank Theo finden wir das richtige Restaurant in typischer Umgebung, names ELIA, 27.Apellou St., Tel.: 22420 22133, www.elia-kos.gr, nette Leute (deutschsprachig) und köstliche Speisen! Das andere Restaurant ALI, 23. Artemisias, etwas näher zur Marina gelegen, wurde uns auch genannt!
Samstag
Gegen 09 Uhr verlassen wir die Yacht zur nahen Frühstücks-Bar. Das ca. 30 m weiter entfernte nette und weniger frequentierte Restaurant am Wasser wird leider von allen übersehen, auch von uns! Danach per Taxi zum Flughafen, ca. 30 Minuten. Direktflug von Kos nach Düsseldorf!
Hermann Sarres
von SARRES-SCHOCKEMÖHLE YACHTING.
www.sarres.de
15. Mai 2015

 

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