Aquitanien, Midi, Camarque

aquitan_2009Der Süden Frankreichs, auch kurz ‘Midi’ von den Franzosen genannt, bildet durch seine Vielseitigkeit eines der interessantesten Gebiete Frankreichs.

Aquitanien ist bekannt für seine Weine und die hervorragende Gastronomie. Der Canal latéral á la Garonne, die grösste Wasserstrasse Frankreichs, ist durch die Pyrenaen geschützt und hat dadurch ein angenehmes Klima. Von hier aus können Sie einen Abstecher in den Lot machen oder Sie befahren die Baise, ein Gebiet für Naturliebhaber. In Agen überquert der Canal latétral á la Garonne in einem gigantischen Aquädukt die Garonne. Toulouse zählt mit den Hauptproduktsstätten der Airbus- Industrie als Luft- und Raumfahrtzentrum zu den grossen Industriestädten dieser Region.

Ab Toulouse beginnt der Canal du Midi, ein Weltkulturerbe der UNESCO. Der Erbauer des Canal du Midi war der Adelige Pierre- Paul Riquet, der nach einer Lösung suchte um seine Waren schneller an den Atlantik zu bringen. Riquet überzeugte den damaligen französischen König Louis XIV und seinen Finanzverwalter Colbert sein Vorhaben zu realisieren. Die Höhenunterschiede wurden durch den Bau zahlreicher Schleusen überwunden und die im Jahre 1666 begonnenen Bauarbeiten in einer Rekordzeit von 15 Jahren abgeschlossen.

Die Uferböschungen wurden durch zahlreiche Anpflanzungen von Platanen und Zypressen befestigt, die den angenehmen Nebeneffekt hatten, die Wasserverdunstung zu verringern und gleichzeitig Mensch und Tier Schatten zu spenden.

Viele Städte mit Charme und Charakter liegen am Ufer des Canal du Midi. Hoch über der Stadt Carcarssonne thront die imposante Festungsanlage. Bei einem Besuch fühlt man sich in das Mittelalter versetzt. Jährlich finden hier mittelalterliche Festspiele mit Turnieren, Märkten, Umzügen und einem prachtvollen Feuerwerk statt.

Die Marina (mit guten Sanitäranlagen) von Carcarssone liegt direkt in der Stadt gegenüber vom Bahnhof. Vom Stadtcentrum aus können Sie mit einem Shuttlebus kostenlos bis zur Festung fahren, Nehmen Sie sich Zeit für die Besichtigung, es lohnt sich. Hausboot in Aquatanien

Vorbei an dem kleinen Städtchen Trebes in Richtung Argens bis Beziers ist die Strecke auf 53 km schleusenfrei.

Lohnenswert ist auch ein Abstecher in den Canal du Robin nach Narbonne. Die Attraktionen der Stadt sind schnell vom Hausboot aus zu erreichen. Der Erzbischöfliche Palast, das Rathaus und die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert erheben sich über der Stadt. Vom ‘palais neuf’ gelangt man zum Donjon Gilles Aycelin und vom Turm aus ist bei klarem Wetter sogar das 50km entfernte Carcarssonne zu sehen.

Die Camarque, bekannt für Austernzucht, Fischreichtum, Flamingoscharen und Wildpferde, ist ein sehr schönes Urlaubsgebiet für Hausbootfahrer. Es besteht die Möglichkeit den Hausbooturlaub mit einem Badeaufenthalt zu kombinieren. Der See ‘Etang de Thau’ verbindet den Canal du Midi mit dem Canal du Rhone à Sete.

Hinter dem See Etang du Thau hat die Strecke kaum Schleusen und eignet sich speziell für Einsteiger. Vor der Fahrt über den See sollte aber bei der Capitainerie erfragt werden, ob die Passage des Etang erlaubt ist, denn auf Grund der großen Wasserfläche können sich Winde bilden, wodurch ein gefährlicher Wellengang entstehen kann.

Die Hafenstadt Aigues Mortes, mit ihrem charakteristischen Mittelmeerflair lädt zu einem Abendspaziergang ein. Auf dem zentralen Platz bieten Musiker und Jongleure ihre Kunst dar. Kulinarische Geniesser der exquisiten Küche des Languedoc-Rossillon erfreuen sich an frische Meeresfrüchte, köstliche Käsespezialitäten, verführerische Desserts.

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