AGB

Muster Vertragsbedingungen Yachtcharter (Segelyachten)

1) Bei Beginn der Charterperiode hinterlegt der Charterer beim Vercharterer eine Kaution in bar oder bestätigtem Bankscheck oder zulässig gestückelten Euroschecks bzw. durch Überweisung. Der Vercharterer ist berechtigt, aus dieser Kaution die Kosten für Schäden und Verluste, die durch die Kasko-Versicherung nicht gedeckt sind und nicht durch den gewöhnlichen Gebrauch der Yacht entstanden sind (Abnutzung) vorbehaltlich späterer Abrechnung zurückzubehalten. Im übrigen ist die Kaution unverzüglich nach Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Rückgabe der Yacht zur Rückzahlung fällig. Durch Hinterlegung der Kaution werden weiter­gehende Ersatzansprüche des Vercharterers nicht ausgeschlossen.

2) Der Vercharterer verpflichtet sich, den Schiffsführer bei Übergabe des Schiffes unter gleichzeitiger Kontrolle aller technischen Funktio­nen und Prüfung des Vorhandenseins aller Ausrüstungsgegenstände ausführlich in die Yacht einzuweisen. Hierüber ist ein Protokoll (Checkliste) anzulegen und zu unterzeichnen. Durch die Unterzeich­nung des Protokolls durch den Charterer oder dem von ihm bestimm­ten Schiffsführer bestätigt der Charterer verbindlich die ordnungs­gemäße Übergabe der Yacht nach Maßgabe des Protokolls.

3) Sollte der Charterer aus einem wichtigen Grunde vom Vertrag zurücktreten wollen, so kann er einen geeigneten Ersatz-Charterer stellen, der den Vertrag übernimmt. Sollte dies nicht möglich sein, so wird sich der Vercharterer um eine anderweitige Vercharterung bemühen. Gelingt dies, so hat der Charterer Anspruch auf Rückzah­lung von 80 % des Charterpreises, der sich anteilig für den Zeitraum errechnet, für welchen die Ersatz-Vercharterung gelingt. Weiter­gehende Ersatzansprüche des Charterers sind ausgeschlosssen. Der Vercharterer empfiehlt dringend eine Reise-Rücktrittskosten-Versi­cherung.

4) Der Charterer verpflichtet sich, sich mit den technischen und anderen Einrichtungen der Yacht vertraut zu machen und die an Bord befindlichen Bedienungsanleitungen zu beachten. Der Ölstand und das Kühlwasser bei Zwei-Kreis-Kühlung, sowie die Bilgen sind täglich zu kontrollieren und zu warten. Schäden, die durch Unterlas­sung entstehen, sind in keiner Form versichert und gehen zu Lasten des Charterers.

5) Der Charterer verpflichtet sich, die gecharterte Yacht wie sein Eigentum nach den Regeln guter Seemannschaft zu behandeln. Der Charterer haftet für alle Schäden an Yacht und Ausrüstung, auch für Folge- und Ausfallschäden, die von ihm oder seiner Crew vorsätzlich oder fahrlässig verursacht sind und nicht von der Versicherung reguliert werden. Er wird

a) an Wettfahrten nicht teilnehmen

b) nur unter Maschine in Häfen einlaufen und aus Häfen auslaufen

c) bei Lage die Maschine nicht laufen lassen

d) andere Schiffe nur im Notfall in Schlepp nehmen und die Char­teryacht nur im Notfall schleppen lassen (eigner Tampen)

e) alle Zoll- und Einklarierungsformalitäten ordnungsgemäß  erfüllen und Hafengelder zahlen

f) das Bord-Logbuch einschließlich Aufzeichnungen über  Wetterberichte ordnungsgemäß und laufend führen und auf Verlangen dem Vercharterer übergeben

g) keine Personen außer seiner Crew mit der Yacht befördern

h) die gesamte Törnplanung so gestalten, insbesondere die  Rückreise so rechtzeitig antreten, daß auch bei widrigen  Umständen die rechtzeitige Ankunft im Heimathafen    gewährleistet ist. Sollte dennoch wegen plötzlicher  Wetterverschlechterung die rechtzeitige Rückkehr voraussichtlich nicht möglich sein, ist der Vercharterer sofort fernmündlich oder telegraphisch zu informieren

i) beachten, daß er eine Segelyacht und keine Motoryacht gechartert hat und deshalb unter Maschine nur fahren, solange dies nötig ist

j) bei angesagten Windstärke von 7 oder mehr Bft. einen schützenden Hafen nicht verlassen

k) Grundberührungen im Logbuch vermerken und bei der Rückgabe der Yacht melden: bei Besorgnis einer Beschädigung der Yacht durch Grundberührung ist der nächste Hafen anzulaufen, die Untersuchung durch einen Taucher oder Aufslippen auf Kosten des Charterers zu veranlassen, den Vercharterer fernmündlich zu unterrichten und nach seinen Weisungen zu verfahren.

6) Treten während der Charterzeit Mängel auf, die durch normalen Materialverschleiß verursacht werden, veranlaßt der Charterer die unverzügliche sachgerechte Schadensbehebung bis zur Höhe von EUR 100,- zur späteren Verrechnung mit dem Vercharterer unter Vorlage der Quittungen. Ausgetauschte Teile sind aufzubewahren. Bei größeren Schäden sowie bei Havarien, möglicher Verspätung, Verlust oder Manöverierunfähigkeit ist der Vercharterer unverzüglich telefonisch oder telegraphisch zu benachrichtigen. Der Charterer hat alles zu unternehmen, was der Minderung des Schadens und der Folgeschäden (wie Ausfall, usw.) dienlich ist sowie in Absprach mit dem Vercharterer ggf. Reparaturen in Auftrag zu geben, zu dokumen­tieren, zu überwachen und in Vorlage zu treten. Soweit der Charterer für Schäden und o.g. Vorgänge verantwortlich oder mitverantwortlich ist oder gegen die Vertragsbestimmungen verstößt, hat er die Kosten, einen evtl. Gebührenausfall und evtl. weitergehenden direkten oder indirekten Schaden zu ersetzen. Bei Schaden am Schiff oder Perso­nen fertigt der Charterer eine Niederschrift darüber an und sorgt für Gegenbestätigung (durch Hafenmeister, Arzt, Havariekommissar usw.). Läßt sich ein Schaden nicht unterwegs beheben und ist eine Rückkehr den Umständen nach vertretbar, so ist der Charterer gehal­ten, nach Abstimmung mit dem Vercharterer vorzeitig zurückzukeh­ren, so daß die Reparatur vor Beginn der Folgecharter am Stützpunkt durchgeführt werden kann. Sind die Schäden vom Vercharterer zu vertreten, werden die Chartergebühren für die Ausfallzeit erstattet.

7) Der Charterer hat die gecharterte Yacht mit gefülltem Tank für Treibstoff und gründlich gereinigt so rechtzeitig (mindestens 2 Stunden vor Ablauf der Charterperiode) an den Liegeplatz zu bringen, daß innerhalb der Charterperiode eine ausführliche Kontrolle des Vorhandenseins der überlassenen Ausrüstungsgegen­stände stattfinden kann. Hierüber wird ebenfalls ein Protokoll (Checkliste) errichtet, das nach Unterzeichnung durch Charterer und Vercharterer verbindlich ist. Die Übernahme der Yacht kann nur verweigert werden, wenn die Seetüchtigkeit erheblich gemindert ist.

8) Ist die Yacht bei der Rückgabe nicht gründlich gereinigt, ist der Vercharterer berechtigt, die Reinigung auf Kosten des Charterers durchführen zu lassen.

9) Der Charterer erstellt eine Mängel- und Verlustliste, die er bei Rückgabe der Yacht dem Vercharterer übergibt, in der jeder außer­gewöhnliche Vorfall (z.B. Grundberührung, Tampen in der Schraube oder dergleichen) anzuzeigen ist.

10) Das Schiff muß zur vorgeschriebenen Zeit im festgelegten Rück­gabehafen eingecheckt sein. Eine Verlängerung der vereinbarten Charterzeit ist ohne Einwilligung des Vercharterers nicht möglich. Witterungsbedingte Schwierigkeiten berühren die Verpflichtung zur pünktlichen Rückgabe nicht. Der Charterer muß das Schiff in den letzten 24 Std. vor Vertragsende in ausreichender Nähe zum Rückga­behafen halten.

11) Sollte der Törn an einem anderen Platz als dem vereinbarten Hafen beendet werden müssen, so ist der Vercharterer rechtzeitig zu benachrichtigen, damit, soweit als möglich, Schadensminderungen eingeleitet werden können. Der Charterer verpflichtet sich, für diesen Fall ausreichend qualifizierte Besatzungsmitglieder zur Beaufsichti­gung beim Schiff zu lassen, bis der Vercharterer das Schiff überneh­men kann. Das Schiff gilt erst dann als ordnungsgemäß übergeben, wenn es im Rückgabehafen vom Vercharterer abgenommen ist oder eine neue Besatzung im Beisein des Vercharterers das Schiff über­nommen hat. Der Charterer trägt sämtliche entstehenden Kosten.

12) Kann der Vercharterer, auch ohne sein Verschulden, die Char­teryacht oder eine gleichwertige Yacht nicht zu Beginn der Charter­periode übergeben, so ist er zur zeitanteiligen Rückzahlung des Charterpreises ohne Abzug verpflichtet. Kann die gecharterte oder eine gleichwertige Yacht auch nach Ablauf von 48 Stunden nach Beginn der Charterperiode nicht übergeben werden, so ist der Charte­rer berechtigt, durch einseitige schriftliche Erklärung gegenüber dem Vercharterer vom Chartervertrag zurückzutreten. Macht er von diesem Recht Gebrauch, so ist der gesamte Charterpreis sofort zur Rückzahlung fällig.

Weitergehende Ersatzansprüche des Charterers sind ausgeschlosssen.

13) Mündliche Zusagen oder Nebenabreden sind nur nach schriftli­cher Bestätigung durch den Vercharterer wirksam. Auskünfte werden nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr, erteilt. Berichtigung von Irrtümern sowie von Druck- und Rechenfehlern bleibt vorbehalten.

Sind einzelne Bestimmungen dieses Vertrages nichtig oder unwirk­sam, wird die Gültigkeit des Vertrages im übrigen nicht berührt.

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